Vorsicht vor Kredit-Abzocke am Telefon


Abgezockt statt ausbezahlt - so lässt sich die Masche angeblicher Kreditvermittler zusammenfassen, denen jüngst der österreichische Konsumentenschutz auf die Schliche kam. Eine Verbraucherschützerin ging Beschwerden nach und ließ sich auf eine vorgebliche telefonische Vermittlung ein. Das Resultat: Drei Stunden am Telefon kosteten fast 700 Euro. Einen Kredit gab es natürlich nicht. Stattdessen ein weiterer dreister Abzocke-Versuch durch einen Finanzsanierer.

Die Masche war wenig innovativ, dafür aber umso teurer. Per SMS wurde der Testerin eine Rufnummer mitgeteilt, die sie anrufen sollte. Als sie der Aufforderung folgte, folgte ein Hinhalte-Manöver dem anderen. Sie wurde von einem Anschluss zum nächsten verbunden und befand sich ganze drei Stunden in der kostenpflichtigen Leitung.

Zwei Stunden davon entfielen auf Warteschleifen. Die Abzocker nutzen dreiste Methoden, um Anrufer so lange wie möglich in der Leitung zu halten. So musste zum Beispiel ein langer und schwer verständlicher Code von beiden Gesprächspartnern mehrfach wiederholt werden.

Mit den 672 Euro Telefongebühren wollten sich die Abzocker jedoch nicht zufrieden geben. Die Testerin erhielt tatsächlich Post nach Hause. Um einen Kreditvertrag handelte es sich dabei jedoch nicht. Stattdessen sollte sie einen Vertrag zur Finanzsanierung unterschreiben und horrende Kosten und Gebühren zahlen.

Fazit: Die Problematik ist nicht neu und hinlänglich bekannt. Dennoch kann es nicht oft genug wiederholt werden: Seriöse Kreditvermittler erhalten ihr Geld ausschließlich dann, wenn es tatsächlich zu einer Kreditvermittlung kommt. Sie verlangen keine Vorkosten und keinen Anruf bei einer teuren Hotline.

Kategorie: Aktuelle Informationen