Provisionen Kreditvermittlung: Das Gesetz schützt Verbraucher


Kreditvermittler führen Angebot und Nachfrage zusammen. Sie verschaffen Verbrauchern einen Kredit und helfen der darlehensgebenden Bank beim Verkauf ihrer Produkte. Für diese Leistung erhalten sie eine Provision. Die strengen Verbraucherschutzgesetze sorgen dafür, dass Verbraucher dabei nicht übervorteilt werden.

Wer über einen Kreditvermittler ein Darlehen aufnimmt, schließt zwei Verträge ab: Einen Darlehensvertrag mit der Bank und einen Vermittlungsvertrag mit dem Vermittler. Im Vermittlungsvertrag ist die Provision angegeben, die der Vermittler erhält. Sie ist laut Gesetz als Prozentsatz des Kreditbetrages auszuweisen. Zusätzliche Entgelte dürfen nur insoweit anfallen, wie sie auf Seiten des Vermittlers effektiv entstehen – pauschale Auslagen etc. sind unzulässig.

Provision vs. Courtage

Der Kreditnehmer zahlt die Provision nicht direkt an den Vermittler, wie es z. B. Bei der Courtage eines Maklers der Fall ist. Sie wird von der Bank an den Vermittler bezahlt, nachdem der Kredit ausbezahlt wurde und das Widerrufsrecht des Verbrauchers abgelaufen ist. Der Kreditnehmer zahlt die Provision zusammen mit den monatlichen Kreditraten: Die Provision wird mitfinanziert, um eine größere Kostenbelastung direkt bei der Auszahlung des Kredits zu vermeiden.

Kreditnehmern steht ein umfassendes Informationsrecht im Hinblick auf alle im Zusammenhang mit einem Darlehen anfallenden Kosten zu. Der Vermittler muss seinen Kunden vor dem Vertragsschluss über die Höhe der Provision informieren und dabei die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Geschieht dies nicht, kann der Vertrag unwirksam sein. Die Bank muss den Kreditnehmer unabhängig vom Vermittler ebenfalls über die Kosten des Kredits aufklären und dabei die Vermittlungskosten aufführen. Das Informationsrecht gilt somit gegenüber beiden am Kredit beteiligten Parteien.

Die Provision muss den Kredit nicht teurer machen

Viele Verbraucher machen eine zu einfache Rechnung auf: Sie glauben, dass das Einschalten des Kreditvermittlers die Kosten des Kredits um den Betrag der Provision erhöht. Diese Aussage trifft in der Praxis selten zu, weil Banken für über Vermittler verkaufte Darlehen eigene Konditionen festlegen.

Verkauft eine Bank ihre Kredite direkt an den Endkunden, muss sie für jedes Darlehen einen bestimmten Kostenblock für den Vertrieb ansetzen - alles andere widerspräche der betriebswirtschaftlichen Vernunft. Bei vermittelten Krediten entfallen diese Kosten, weil die Bank nichts in die Suche nach Kunden investieren muss. Das Argument, dass "es ja nichts kostet wenn ein Kunde die Internetseite der Bank besucht" greift zu kurz: Damit Kunden eine Internetseite besuchen, sind zuvor hohe Investitionen in den Bekanntheitsgrad erforderlich.

Kategorie: Gute Kreditvermittler erkennen